Bildbearbeitung

Meine Backup und Datenhandling-Strategie für Fotos Teil2

Hallo Fotofreunde!

Nachdem ja vor ein paar Tagen der erste Teil meiner Serie über die Backup und Datenhandling-Strategie für Fotos erschienen ist, folgt nun der zweite Teil.

Backup und Datenhandling-Strategie für Fotos

Teil 2

Erstes Backup der Fotos auf dem RAID 5 Laufwerk.

Ich betreibe an meinem Mac per USB ein RAID Laufwerk. Und zwar im RAID 5 Mode. Was das ist könnt ihr sehr gut unter diesem Artikel nachlesen.

Darin sind 4 x 2TB = 8TB Festplatten verwenden.

ACHTUNG! Marken Festplatten verwenden!!!!  Ja, die können schnell teuer werden! Aber Datenverlust ist noch viel teurer!

Das bedeutet bei RAID 5 eine effektive Nutzung von 6TB Speicherkapazität. Diesen Speicherplatz betrachte ich als ganz besonders „wertvoll“. Daher werden auf diesem Laufwerk auch nur „unwiederbringliche“ Daten (Fotos) abgespeichert. Andere Daten wie z.B. Videos/Musik/Mediathek/… kommen nicht auf diese Platte bzw. bleiben nicht lange dort.  Durch den RAID Einsatz ist die Gefahr, das durch eine defekte Festplatte Datenverlust entsteht , weiter minimiert. Aber Achtung! Solch ein RAID System schützt nicht gegen Datenverlust z.B. durch äußere Einflüsse. Wasserschäden, Brand, Diebstahl, Fehlbedienung…alles noch nicht damit abgedeckt. Denkt bitte daran.

Fotoverwaltung in Adobe Lightroom

Ich verwalte meine kompletten Fotos in Adobe Lightroom. Kein kopieren im Finder (Explorer) oder ähnliches. Das führt nur zu einer instabilen Lightroom Datenbank. Das war am Anfang bei meinem Umstieg von Windows auf Mac schon eine Umstellung. Aber sauberes Datenhandling macht sich auf Dauer sehr bezahlt.

Jetzt erfolgt die Selektion der Fotos bzw. die Vergabe der Sterne! Ich halte es meist recht einfach und lösche völlig unbrauchbare Fotos sofort. Die „keeper“ bekommen 5*. Alles darunter 4*.Diese wandern sofort in ein neues Verzeichnis auf dem RAID. 4* Bilder behalte ich (z.B. von einem Hochzeitsauftrag) ein paar Monate. Danach werden auch diese gelöscht. Das ist ebenfalls ganz wesentlich und ein wichtiger Teil meiner Datenhandling-Strategie! Löschen! Trennen von 2. Klasse Fotos. Aufräumen! Übersichtlichkeit bewahren!

Nach der RAW Entwicklung verschiebe ich die 5* Fotos ebenfalls aufs RAID. Final bekommen die heraus gerechneten JPEG (Kundenbilder) ebenfalls ein eigenes Verzeichnis am RAID.

Jahresbackup des LR Katalogs

Der Gesamte LR Katalog inkl. Bilddaten (ich habe für jedes Jahr einen eigenen) z.B. „2015“ wird auf eine weitere externe Festplatte gesichert (auch mehrmals unterjährig) und wird, und das ist ganz wichtig! EXTERN, in einer anderen Wohnung, gelagert. Das gibt mir die Sicherheit auch gegen äußere Einflüsse gerüstet zu sein.

So liebe Fotofreunde. Jetzt ist mal fürs Erste Schluß mit Datensicherung. Ich hoffe „Meine Backup und Datenhandling-Strategie für Fotos“ kann euch ein wenig weiterhelfen. Schreibt mir Feedback! Wie löst ihr das Thema für euch?  Bis bald und liebe Grüße, Christian

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Einsatz der Olympus Art Filter

Heute mal wieder ein Artikel zur Bildbearbeitung im Besonderen mit Olympus Kameras. Ich habe mich wieder mit den Möglichkeiten der Olympus Art Filter beschäftigt. Hier ist der Link zu einem älteren Artikel.

Olympus Art Filter in der praktischen Anwendung.

Die Filter sind Kamera Interne Möglichkeiten den Fotos einen gewissen Stil aufzuprägen. Auch in der Nachbearbeitung mit der Olympus eigenen Software Viewer 3, ist es möglich die Raw Dateien entsprechend zu bearbeiten. Ich persönlich nutze diese Filter relativ selten. Zu sehr ist mein Workflow von Adobe Lightroom bestimmt.

Aber ab zum zu entwickle ich meine RAW Files auch im Viewer 3. Und dann probiere ich auch immer mal wieder den ein oder anderen Art Filter aus. Meistens die Filter Diorama, Vintage und Monochrom.

Workflow mit dem Programm Viewer 3

Der „Viewer 3“ ist ein Programm welches ich zugleich liebe und hasse. Obwohl ich eine top Computer Hardware habe, ist es furchtbar langsam. Der Funktionsumfang, im Besonderen die Regelung von Tiefen/Lichtern, ist mangelhaft. Allerdings produziert es feine Bilder (Farben/Kontrast) die ich im direkten Vergleich zu Lightroom sehr schätze. Da muß man schon ganz schön an den Lightroom Reglern drehen bis das Ergebnis an den Viewer herankommt.

Die beigefügten Aufnahmen sind alle mit der OM-D E-M1 entstanden. Objektive waren das mZuiko 12-40mm f2.8 und das mZuiko 75mm f1.8. Alle Bilder im RAW Format aufgenommen. Bearbeitung im Olympus Viewer. Export als TIFF Datei und finale in Adobe Lightroom.

Ich finde man sollte hin und wieder seinem Spieltrieb folgen und solche Möglichkeiten nutzen. Es verleiht, ohne Photoshop, den Bildern einen ganz eigenen Look. Also raus zum Fotografieren mit euch und lasst der Kreativität freien Lauf!

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Schloss Belvedere in Wien

Hallo Fotofreunde. Diesmal geht es um ein ganz anderes Thema als letzte Woche auf diesem Blog Post über Hochzeitslocations. Oder doch nicht? Immerhin handelt es sich heute um das Schloss Belvedere in Wien. Dort kann man auch in tollem Ambiente vorzüglich heiraten.

Schloss Belvedere in Wien

Als Fotograf experimentiere ich immer wieder gerne mit diversen Foto Techniken. Zwei dieser Foto Experimente möchte ich euch diesmal etwas näher bringen.

1.) Die Langzeitbelichtung

Ein klassischeres Foto vom Schloss Belvedere kann man kaum machen. Stativ frontal aufgestellt, in der Waage ausgerichtet und los gehts. Die Distanz zum Schloss sind gute 180m. Das ist auch zu berücksichtigen. Die Aufnahmeparameter waren folgendermaßen:

Kamera OM-D E-M5, mZuiko 12-40mm f2.8, ND Filter, ISO 200, 16mm Brennweite (32mm KB), 40sec, f2.8, Aufgenommen im RAW Format

Die relativ lange Belichtungszeit habe ich gewählt um das Wasser und die Wolken „glatt“ zu ziehen. Auch diverse Touristen die sich auf den Wegen und vor dem Schloss aufgehalten haben sind dadurch „verschwunden“. Bearbeitet habe ich das Bild in Adobe Lightroom und Photoshop.

Schloss Belvedere

Foto von: Christian Mari Fotografie (www.christianmari.at)

2.) Panorama Aufnahme aus 28 Einzelbildern.

Wenn ich schon mal auf diesem Platz stand; und mich nicht gerade Asiatische Touristen um ein Handy Foto mit ihnen und dem Schloss als Hintergrund gebeten haben; habe ich doch gleich auch die Panorama Aufnahme aus mehreren Einzelbildern gemacht. Genauer gesagt aus 28 Einzelbildern. Als Brennweite kam diesmal das mZuiko 75mm 1.8 zum Einsatz. Was für eine tolle Linse. Das Bild soll den Blickwinkel zeigen den die Linse abliefert. Es ist eigentlich das RAW Bild. Nur verkleinert und als jpeg herausgerechnet.

Schloss Belvedere

Foto von: Christian Mari Fotografie (www.christianmari.at)

Ich habe, natürlich vom Stativ, 4 Reihen mit je 7 Bildern ausgenommen. Immer erst das Zentrale (siehe oben) dann drei links davon (Achtung ca. 30% Überlappung) und dann drei rechts davon. Danach eine Reihe tiefer (wieder Überlappung beachten) und das ganze Spiel von vorne. Bis alle Aufnahmen im Kasten waren.

Parameter dabei waren: Kamera OM-D E-M5, 75mm 1.8, ISO 200, mZuiko 75mm Brennweite (150mm KB), 1/800sec, f5,6, Aufgenommen im RAW Format. Bearbeitet wieder mit Adobe Lightroom (Pano Funktion)  & Photoshop. Das finale Bild hat eine Abmessung von 17956 x 7742 Pixel.

Entspricht also einer Auflösung von 139 MegaPixel!  (Achtung! Irgentwo läuft noch ein Geist herum 😉

(Dropbox Link zum Foto in Originalauflösung. Sieh es dir an wenn du auf Details stehst)

Schloss Belvedere

Foto von: Christian Mari Fotografie (www.christianmari.at)

Und weil es so schön war, habe ich die gleiche Vorgehensweise auch bei der Rückseite des Schlosses probiert. Da sind es 112 MegaPixel. (Dropbox Link zum Foto in Originalauflösung. Sieh es dir an wenn du auf Details stehst)

Schloss Belvedere

Foto von: Christian Mari Fotografie (www.christianmari.at)

Interesse das auch zu lernen?

Fall du ebenfalls fotografiert und auch solche Aufnahmetechniken lernen möchtest, kannst du mir gerne eine Nachricht senden. Ich bereite derzeit ein paar Fotoworkshops vor…Wenn es an solchen Themen Interesse gibt…nur raus damit!

 

Wenn euch solche Artikel über Bildbearbeitung gefallen dann schreibt es mir doch in die Kommentare. Genug für heute. Bald kommt der nächste Artikel! Stay tuned!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Mein Lightroom Workflow zum Bild | Tree

Hallo Fotofreunde!

Vor ein paar Tagen habe ich ja dieses Bild in Facebook gestellt…

Mein Lightroom Workflow zum Bild  | Tree

 …und danach gefragt welche Version (1. schwarz/weiß, 2. mit analogen touch, 3. (fast) Originalfarben) denn am besten ankommt. Mit knapper Mehrheit gewann die Version in schwarz/weiß und so möchte ich euch nun meinen Workflow den ich bei diesem Foto angewendet habe zeigen.

Mein Lightroom Workflow zum Bild  | Tree

Doch beginnen wir ganz an Anfang. Bei der Aufnahme.

Das Bild ist mit einer alten (aus dem Jahr 2004) Kamera; einer Olympus E-1; aus der Hand aufgenommen worden. Objektiv war das geniale Zuiko 7-14 f4. Allerdings habe ich bei der Aufnahme (natürlich RAW File, ISO 100, Blende 7.1) bereits eine BTK (braketing, also Belichtungsreihe) aufgenommen. Drei Bilder mit dem Abstand von einer Blende. So etwas sollte man nicht ohne Stativ machen. Aber in diesem Fall ist es gelungen. Außerdem hatte ich keines dabei… Licht war ja noch genug vorhanden. Belichtungszeiten waren 1/200 (normale Belichtung), 1/400 (-1 Blende unterbelichtet), 1/100 (+1 Blende überbelichtet). Das sieht dann so aus:

Mein Lightroom Workflow zum Bild  | Tree

 Ich lasse jetzt mal den ganzen Importvorgang & Auswahl in Lightroom weg um komme gleich zum nächsten Schritt.

NIK Filter für die HDR verrechnung

Öffnen aller drei RAW Files in Photoshop. Die Idee dahinter war die Verrechnung zum HDR. Das geht so nicht in Lightroom. Daher verdende ich dafür das Plugin von NIK (jetzt Google Plugin) HDR Efex Pro. Ich mag dieses Plugin und es führt sehr leicht und logisch zu ansprechenden HDR Ergebnissen. Als Voreinstellung wählte ich „Außenraum 1“. Das ist aber reine Geschmacksache.

Mein Lightroom Workflow zum Bild  | Tree

Das ist schon mal ein ganz guter Ausgang für weitere Bearbeitungen. Auf der rechten Seite des NIK Plugins gibt es noch umfangreiche Eingriffsmöglichkeiten. Dort habe ich noch ein wenig an den Reglern (Belichtung, Schatten,…) gezogen. Doch der wichtigste „Eingriff“ war die Tonwertkurve von „neutral“ auf „Film (LW+1) zu stellen und den Graduated Neutral Density (digital Filter) umzukehren damit der Boden etwas abgedunkelt wird und nicht zu sehr der Himmel. Aber das klingt alles furchtbar komplex. Damit will ich euch nicht weiter belasten. Aber so war dann das Ergebnis:

Mein Lightroom Workflow zum Bild  | Tree

Finale mit Lightroom & NIK

Das war der Basis Workflow für alle drei Bildvarianten. Ganz kleine Anpassungen passierten nun in Adobe Lightroom. Ich liebe dieses Programm. Ausrichten, minimaler Beschnitt, ein paar Kleinigkeiten weg stempeln,… Variante 3 (Farben wie aus der Olympus, nur HDR aus den NIK Filter) war somit fertig.

Mein Lightroom Workflow zum Bild  | Tree

Variante 2 wurde noch mit einem analog anmutenden Lightroom Preset versehen. Ein wenig nachjustiert und war danach ebenfalls fertig.

Mein Lightroom Workflow zum Bild  | Tree

Variante 1 also das schwarz/weiße habe ich dann nochmals im NIK Filter Silver Efex Pro geöffnet und dort in schwarz/weiß umgewandelt. Das wäre natürlich auch mit Lightroom gegangen. Abermals noch ganz sanft an den Reglern gedreht und fertig war die schwarz/weiß Version.

Mein Lightroom Workflow zum Bild  | Tree

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig Einblick in diesen Workflow geben. Ich weiß es ist ein wenig komplex und wenn man die NIK Filter (klarer Kauftip!!) nicht kennt auch schwer nachzuvollziehen. Aber vielleicht habe ich den ein oder anderen angeregt es einmal nachzumachen. Würde mich sehr freuen.

Weiterhin „Gut Licht“ und liebe Grüße, Christian

 

 

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Workflow meiner Bildbearbeitung in Adobe Lightroom. Teil 1

Hallo Fotofreaks!

Vor ein paar Tagen habe ich ja dieses Bild auf facebook hochgeladen. Nun möchte ich euch in kleinen Schritten die Idee, die Aufnahmeparameter und den dazu passende Workflow meiner Bildbearbeitung in Adobe Lightroom zeigen. Möglicherweise ist es ja für den ein oder anderen von euch interessant. Das Foto wurde in Dubai aufgenommen. Am Strand von THE PALM. Blick Richtung Hotel Atlantis. Das Haus ist riesig! Allerdings auch ein gutes Stück weit weg. Ich schätze so drei Kilometer Luftlinie.

Workflow meiner Bildbearbeitung in Adobe Lightroom.

Teil 1. Die Aufnahme

Beginnen wir mal mit dem finalen Bild.

Workflow meiner Bildbearbeitung in Adobe Lightroom

Der ursprüngliche Plan war es als HDRI anzufertigen. Auch bei der Aufnahme habe ich drei unterschiedliche Belichtungen angefertigt und gespeichert. Bei der Bildbearbeitung habe ich mich allerdings dann dagegen entschieden (die Ergebnisse haben mir nicht gefallen) und nur die „mittlere“ neutrale Belichtung aus der Belichtungsreihe verwendet. Die RAW files aus modernen Kameras (in diesem Fall Olympus OM-D E-M1) haben schon so einen tollen Dynamik Umfang das es leicht möglich ist daraus noch ein ansprechendes Bild zu zaubern. Die Aufhellung der „Tiefen“ bzw. die Rückgewinnung der hellen Stellen ist so problemlos möglich.

Workflow der Aufnahme

– Bildidee im Kopf entwickeln. Ich wollte den Steg als „Rahmen“ um das Hauptmotiv verwenden.

– Tiefer Standpunkt (ca. 50cm über dem Boden/Strand).

– Natürlich Kamera auf Stativ. Horizontal ausrichten mit Wasserwaage.  Achtung stabiler Stand des Stativs ist unbedingt Voraussetzung.

-Brennweite 18mm (KB36mm), Objektiv war das Leica D- Vario-Elmar 14-150mm, Blende f5.6. ISO 200, 25sec Belichtungszeit. Das Licht das den Steg erhellt ist eigentlich nur Light pollution aus der Umgebung. Fernauslöser hatte ich nicht dabei; also mit Zeitauslöser 2sec gearbeitet.

Original RAW file…

Was dabei herauskommt sieht dann so aus. Das ist das Original RAW file. Nur verkleinert und als .png gespeichert.

Workflow meiner Bildbearbeitung in Adobe Lightroom

 

Naja ist schon mal gar nicht schlecht. Ein guter Ausgangspunkt für die weitere Bearbeitung. Die Tiefen (dunklen) Stellen des Bildes aufzuhellen ist nicht das Problem. Die Überstrahlten Stellen des Hotels im Hintergrund dagegen schon. Aber ich entschied mich dafür den „Strahlenkranz“ rund um das Hotel zu belassen. Ja die Lichter „brennen“ zwar auf (keine Zeichnung mehr in diesen Bilddetails) aber dafür strahlt das ganze Objekt. Das finde ich für dieses Bild als die richtige Entscheidung.

Workflow Teil 2 folgt

Die weiteren Details der Bildbearbeitung erkläre ich euch im zweiten Teil der in Kürze folgt. Also dran bleiben und wenn Fragen auftreten bitte nur stellen.

Liebe Grüße  Christian

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JPEG vs RAW vs (pseudo)HDR…im Feldversuch!

Hallo Fotofreaks.

Im heutigen Artikel geht es um die praktischen Unterschiede von JPEG vs RAW vs (pseudo)HDR…im Feldversuch! Das Thema ist sehr komplex und daher versuche ich es am Besten anhand zweier Praxisbeispiele darzustellen.

JPEG vs RAW vs (pseudo)HDR…im Feldversuch! … Das kann was 🙂

Was jpeg ist glaube ich brauche euch nicht zu erklären. (Wenngleich das Thema auch eine gewisse Tiefe hat wenn man sich diesen Wikipedia Artikel ansieht.) Halten wir es einfach. Betrachten wir das JPEG (oder .jpg) als die einfachste Form digitale Bilder. Ich denke damit kann jeder von euch etwas anfangen und hatte mit diesem Dateiformat bereits Kontakt. Jpeg ist sehr weit verbreitet. Hat viele Vorteile, aber leider auch einen, für mich riesigen, Nachteil… Es werden viel weniger Helligkeitsinformationen im Bild gespeichert bzw. gehen bei der Jpeg Erstellung „verloren“. Das bedeutet, auf das folgende Beispiel Bild bezogen, achtet auf die Bildteile mit extrem hellen bzw. dunklen Bereichen. Dort sieht man den Verlust an Bildinformation am besten. („Ausgebrannt & Abgesoffen“)

Die betagte Panasonic DMC-L1 im Einsatz

Anhand dieses Bildes möchte ich euch die tatsächlichen Unterschiede vor Augen führen. Aufgenommen wurden die folgenden Beispiele mit einer Panasonic DMC-L1. (Achtung für pixel peeper! Kamera ist aus dem Jahr 2006!) Linse war das Olympus Zuiko 7-14. Bei 14mm, f8. Freihand. Mithilfe der Upright Funktion in Lightroom ausgerichtet und beschnitten. Na dann mal los…

Jpeg out of cam

JPEG vs RAW vs (pseudo)HDR...im Feldversuch!

Hmm. Das ist das Original .jpg aus der Kamera. Die Farbe des Himmels ist etwas eigenartig. Die Wolken sind „ausgebrannt“ (keine Zeichnung in den weißen Bereichen). Für meinen Geschmack ein wenig flau und Kontrastarm.

 RAW mit Entwicklung in Adobe Lightroom

JPEG vs RAW vs (pseudo)HDR...im Feldversuch!

Das zweite Bild zeigt die gleiche Aufnahme entwickelt aus dem RAW. Es sind noch alle Lichter in den Wolken zu retten gewesen. Kontrast angehoben. Die Tiefen leicht angehoben & Schwarzwerte erhöht. Manuelle Schärfung. Für mich ist dieses Bild bereits knackiger und ansprechender.

Pseudo HDR aus einer einzelnen Aufnahme

JPEG vs RAW vs (pseudo)HDR...im Feldversuch!

Das dritte Bild aus der gleichen RAW Daten ist nun ein sogenanntes pseudo HDR. (HDR Erstellung aus nur einer Aufnahme. Nicht zu verwechseln mit reiner HDR Technik bei der das finale Bild aus 3/5/7 unterschiedlich belichteten Bildern erstellt wird.) Ich hatte kein Stativ dabei und so konnte ich keine seriösen Belichtungsreihen machen. Daher entschied ich mich für diesen Weg.

Ein paar Worte zum Workflow

– Neutrale Belichtung in TIFF konvertiert.

– Weiters erstellte ich ein -1EV unterbelichtetes , sowie ein +1EV überbelichtetes TIFF.

– Diese drei „Belichtungsvarianten“ als HDR mithilfe Photoshop Plugins HDR Efex Pro2 erstellt und finalisiert mit Adobe PS & Lightroom

Ich finde das flasht schon mal ganz ordentlich. Was meint ihr?

Gerne könnt ihr diesen Artikel kommentieren. Ich freue mich über feedback.

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Mehr als ein Schnappschuss!

Mehr als ein Schnappschuss!

Ich habe folgendes Foto vor ein paar Tagen in Facebook hochgeladen. Daraufhin wurde ich von einigen Personen (Online wie Offline) darauf angesprochen. Die Meinungen reichten von, Zitat „scheiße!“ bis „geil!“ Wobei mir natürlich die Kombination „geiler Scheiß“ am besten gefallen hat. 🙂

Viele meinten es wäre ein Schnappschuss. Ist es aber nicht! Das Bild habe ich vorab in meinem Kopf „entworfen“.  Und in diesem Blog post werde ich euch meinen Workflow zur Entstehung dieses, scheinbar beiläufigen, Bildes erzählen.

Mehr als ein Schnappschuss

Wie ein Foto entsteht das Interesse weckt!

Vorab werde ich euch etwas über das verwendete Equipment erzählen. Kamera war die (betagte) Olympus E-1. Objektiv das tolle Zuiko 50mm f2.0 Makro. Das  Stativ und der Kugelkopf von Manfrotto. Ach ja Speicherkarten und Akku waren auch mit von der Partie…

Und das sind auch schon mal die wichtigsten Grundlagen. Stabiles Stativ und sehr gute Linse. Die Kamera (nur 5 MP) kann ruhig älter sein (in diesem Fall über 10 Jahre!!). High ISO ist ja nicht erforderlich. Diese Schritte habe ich gemacht um das Bild, im RAW Format, aufzunehmen:

Schritt für schritt wie ich es gemacht habe.

1.) Motiv gesucht und gefunden. Anhänger so verdreht das er nicht frontal sichtbar ist. Hätte das Bild sonst zerstört. Das Licht beachten! Zum Glück lag das Motiv im Schatten.

2.)Aufbau Stativ und ausrichten der Kamera. Fast an der Naheinstellgerenze der Linse.  Hochformat schien mir passender. Bei 5MP ist nachträgliches croppen des Bildes keine so gute Idee! Spiegelvorauslösung aktivieren! Ich wollte ja keine ungewollten Unschärfen im Bild.

3.) Modus M, Belichtung einstellen: Blende gewählt F5,6, Verschlusszeit 1/8 Sek (keine Chance Freihand !) . ISO 100, AWB, Fokus manuell festgelegt.

4) Auslösung mit Zeitauslöser 2sec. Ach ja und auf den Auslöser heb ich auch noch gedrückt. 😉

5.) Mehrere Varianten aufgenommen. Ja gute Bilder muss man sich erarbeiten! Bildausschnitt verändert.

So das war mal die halbe Miete. Da ich ja 100% im RAW Format aufnehme war im Anschluss ein entwickeln dieser Datei notwendig.

RAW Workflow in Adobe Lightroom

Und jetzt kommts für die Foto Freaks unter euch Lesern…;-)

1.) Import & Anwendung eines VSCO Presets (Agfa Vista 100-). An der Belichtung wurde nicht geschraubt. Passte schon bei der Aufnahme und das Preset greift schon ein wenig in die Lichter & Tiefen ein.

2) Körnung auf null, Vignette hinzugefügt

3) CA entfernt (ok waren keine vorhanden. die Linse ist ja ein Traum,..)

4) Bild ganz ganz wenig entrauscht (ISO 100) & geschärft! Maskierung ganz hoch. Nur der Schlüssel soll geschärft werden.

5) Leichten Verlaufsfilter hinzugefügt. Vom rechten unteren Ecke zirka zur Bildmitte.

Mehr als ein Schnappschuss! Das war es auch schon…Finale in Sicht!

Im Export eine leichte (Bildschirm) Ausgabeschärfung hinzugefügt und Wasserzeichen eingesetzt. Ab damit auf Facebook…

Ich hoffe dieser Blog Post hat euch gefallen. Ein kleiner Einblick in meinen Workflow. Nicht immer ist ein Schnappschuss ein solcher. Oftmals steckt ganz schön viel Arbeit dahinter. Schreibt mir eure Meinung dazu. Würde mich interessieren.

Gut Licht und liebe Grüße

 

 

 

 

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